Tank-Glossar

Fachbegriffe aus der Welt der Tanks und Behälter von A bis Z

In den vielen Jahrzehnten, in denen das Heuer-Team bereits mit gebrauchten und neuen Behältern und Tanks handelt, ist unser Wissen um die Vielfältigkeit dieser Produkte beständig gewachsen. An diesem Wissen wollen wir Sie gerne teilhaben lassen. Wählen Sie Ihr Stichwort und lesen Sie unsere weiterführenden Informationen dazu. Sollten Ihnen Stichworte fehlen oder Sie mit Ergänzungen oder Korrekturen den Nutzwert dieser Rubrik steigern wollen, freuen wir uns auf Ihren Hinweis. Vielen Dank.

Abmessungen >>

Die Anmessungen eines Tanks oder Behälters werden immer in Millimetern (mm) angegeben. Von Interesse sind neben Länge, Breite und Tiefe des Tankkörpers auch die sogenannte Gesamthöhe und Gesamtlänge inklusive Füße und/oder Stutzen. Wichtig sind zudem Innen- und Außendurchmesser sowie die Wandstärken der einzelnen Bauteile Oberboden, Mantel und Boden.

Anschlüsse >>

Werden in der Sprache der Behälterprofis auch Stutzen genannt. Wichtig sind ihre Anzahl sowie die Durchmesser von bis in Millimetern. Die Anschlüsse sind die Verbindungen des Behälters mit den zu- und ableitenden Rohrsystemen.

Aufstellung >>

Tanks und Behälter können auf vielfältige Art aufgestellt werden. Profis unterscheiden zwischen angebauten Füßen (Wiegefüße, Lagerpratzen, Stahl- oder Edelstahlfüße), Zargen (Stahlstand- oder Betonstandzargen), Lagerkonsolen und Gestellen aus Stahl oder Edelstahl sowie solche mit Kippvorrichtung.

Bauartzulassung >>

Bestimmte Tanks benötigen eine Bauartzulassung. Ihr Fachhändler weiß das und wird die dafür nötigen Unterlagen mitliefern.

Bauformen >>

Die überwiegende Mehrzahl der Behälter und Tanks ist rund. Aber es gibt sie auch in oval, rechteckig oder in Form eines Doppelkonus. Als Bausteine einer Anlage werden sie überwiegend stehend, zuweilen auch liegend oder hängend integriert.

Behälter >>

Ein Behälter ist ein Gegenstand, der in seinem Inneren einen Hohlraum aufweist, der insbesondere dem Zweck dient, seinen Inhalt von seiner Umwelt zu trennen. "Behälter" ist die im Fachhandel gebräuchliche Bezeichnung, wenngleich Tank die richtigere Wortwahl wäre. Heute werden beide Begriffe parallel genutzt.

Bodenformen >>

Boden heißen die unteren und oberen Formen eines Tanks. Sofern nicht verschlossen und bestenfalls mit Auslauf oder Mannlöchern versehen, können diese als Klöpperboden, als Kegelboden, als Konus, als Flachboden mit Neigung zum Auslauf sowie als Flaschenboden ausgeführt sein. Oberböden können zudem offen, mit abnehmbaren Deckel, mit Klappdeckel oder zweigeteiltem Klappdeckel versehen sein.

Demontage >>

Serviceorientierte Behälterfachhändler bieten ihren Kunden einen Demontageservice an. Denn Tanks sind - anders als zum Beispiel Rohrsysteme - häufig sehr groß und sehr schwer. Solche Lasten zu bewegen ohne Schäden an Gebäuden und Technik zu hinterlassen, braucht viel Know-how.

Druckbehälter >>

Druckbehälter sind geschlossene Behälter, deren Druck im Inneren über oder unter dem Umgebungsdruck liegt. Im Gegensatz zu Druckgas-Transportbehältern, in denen Fluide oder Gase befördert werden, ist der Betrieb von Druckbehältern einem bestimmten Aufstellungsort zugewiesen.

Druckfestigkeit >>

Bei Druckbehältern unterscheiden man zwischen atmosphärischen, auch drucklosen und solchen, die für bestimmte Betriebsdrücke gebaut sind. Bei diesen werden als Maximalwerte für Unter- und Überdruck in bar angegeben.

Drucknorm >>

Nach europäischen Recht des freien Warenverkehrs (New Approach) unterscheidet man zwischen den „einfachen Druckbehältern“ (Richtlinie 2009/105/EG) und den „Druckgeräten“ (Druckgeräterichtlinie 97/23/EG).

Druckprüfbescheinigung >>

Sofern Bauart und Verwendung eine Druckprüfbescheinigung erfordern, sollte diese einem Gebrauchttank begleiten. Liegt sie nicht vor, kann sie nachträglich eingeholt werden.

Druckprüfung >>

Druckbehälter und Druckbehälteranlagen sind im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung eine überwachungsbedürftige Anlage und müssen einer Prüfung vor Inbetriebnahme und wiederkehrenden Prüfungen (äußere, innere Prüfung, Festigkeitsprüfung) unterzogen werden. Diese Prüfung können bei Behältern mit geringerem Gefährdungspotential (abhängig vom zulässigen Betriebsdruck und dem Behältervolumen) von einer befähigten Person; bei Behältern mit höherem Gefährdungspotenzial von einer zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS), dies sind unter anderem die TÜVs, DEKRA, die GTÜ sowie die zugelassenen Prüfstellen von großen Unternehmen, durchgeführt werden. Bei den Druckbehältern, die von den ZÜS geprüft werden müssen, sind die Prüffristen für die wiederkehrenden Prüfungen durch den Betreiber im Rahmen einer sicherheitstechnischen Bewertung, allerdings unter Beachtung der Maximal-Prüffristen, festzulegen. Die Maximal-Prüffristen für wiederkehrende Prüfungen sind in der Betriebssicherheitsverordnung angegeben und betragen fünf Jahre (innere Prüfung) und zehn Jahre (Festigkeitsprüfung, in der Regel eine Druckprüfung). Bei den Druckbehältern, die durch eine befähigte Person geprüft werden können, sind die Prüffristen ebenfalls durch den Betreiber festzulegen. Hierfür gelten die in der Betriebssicherheitsverordnung angegebenen Maximal-Prüffristen nicht.

Einbau >>

Serviceorientierte Behälterfachhändler bieten ihren Kunden einen Einbauservice an. Denn Tanks sind - anders als zum Beispiel Rohrsysteme - häufig sehr groß und sehr schwer. Solche Lasten zu bewegen ohne Schäden an Gebäuden und Technik zu hinterlassen, braucht viel Know-how.

Füllstandanzeige >>

Viele Behälter und Tanks sind mit einer oder auch mehreren Füllstandanzeigen ausgestattet. Relevant sind die Zahl sowie die Typbezeichnung. Und auch, ob ein Füllstandröhrchen verbaut ist.

Gewölbter Boden >>

Durch die abgeflachte "Halbkugelform" nimmt ein gewölbter Boden weniger Raum ein als die für Druckbeaufschlagung ideale Halbkugelform. Und das bei nur geringfügig dickerer Wandstärke. Ein Boden setzt sich zusammen aus der mittleren kugelförmigen Kalotte, den außen liegenden Krempen sowie dem sich daran anschließenden kurzen zylindrischen Teil, der als Bord bezeichnet wird. De Verbindung des Bodens mit dem zylindrischen Teil eines Behälters wird in der Regel durch eine stumpfe Schweißnaht verbunden.

Handloch >>

So heißen in der Regel kleinere, druckfest verschließbare Öffnungen in Tanks und Behältern, die dazu dienen, dass ein Bediener den Prozess kontrollieren kann, zum Beispiel durch die Entnahme einer Probe. Wie beim Mannloch wird der Durchmesser des Handlochs in DN gleich Durchmesser nominal in Millimetern angegeben.

Isoliermaterial >>

Für die Isolierung von Industriebehältern- und Tanks werden unterschiedliche Materialien eingesetzt. Dies können Dämmwolle, PU-Schaum, Kork oder auch Styropor sein. Die Materialauswahl und die Dicke des verbauten Materials entscheiden über die Temperaturhaltigkeit eines Tanks.

Isolierung >>

Viele Tanks sind isoliert, zum Beispiel um eine bestimmte, für die weitere Verarbeitung des Inhalts wichtige Temperatur zu halten. Profis prüfen die Isolierbereiche: sind nur Mantel, oder nur Mantel und Boden oder Mantel und Oberboden isoliert? Oder ist es der Tank rundum?

Kranösen >>

Ab einem Gewicht, bei dem ein Tank nicht mehr auf Standardpalette transportiert werden kann, sind in der Regel Kranösen für den Transport angebracht. In diese kann das Hebezeug eines Krans eingeklinkt und der Tank angehoben und bewegt werden.

Letzte Verwendung >>

Für anspruchsvolle Käufer gebrauchter Tanks und Behälter ist die letzte Verwendung eine wichtige Information. Fachhändler unterscheiden zwischen Lebensmittel, Chemie, Feinchemie, Pharmazie und, ob der Tank als CIP-Wassertank oder Teil einer CIP-Reinigungsanlage gedient hat. Ist die letzte Verwendung unbekannt, sollte dies alternativ angegeben sein.

Mannloch >>

So heißen in der Regel druckfest verschließbare Öffnungen in Tanks und Behältern, die dazu dienen, dass ein Monteur für die Reinigung oder für nötige Reparaturen von Einbauten in den Behälter kriechen kann. Die Größe des Mannloches wird in DN gleich Durchmesser nominal in Millimetern angegeben.

Oberflächen >>

Bestimmte Produktionsprozesse setzen eine bestimmte Kondition der Innenwände von Behältern und Tanks voraus. Da es sich bei dem Tankmaterial häufig um Metalle handelt, können diese geschliffen, poliert, matt, gebürstet, lackiert, marmoriert und hochglanzpoliert sein. Bei manchen Tanks finden sich solche Veredelungen auch außen.

Prüfzeugnis >>

Sofern ein Behältertyp ein Prüfzeugnis erfordert, sollte dieses beim Kauf mitgeliefert werden.

Rührwerke >>

Viele Behälter und Tanks sind mit Rührwerken oder Anschlüssen dafür ausgerüstet. Unterschieden werden diese Rührwerksarten: Propeller, Ankerrührwerk, Planetenrührwerk, Spiralrührwerk, Dissolver, Impeller, Quermischer, Zetarührwerk, Scheibenrührer, Trapezrührer, Magnetrührwerk, Balkenrührwerk, Dreiblattrührwerk, Wandabstreifer und Rührwerk mit Wandabstreifer. Je nach Rührwerksart kann auch die Position am/im Behälter unterschiedlich sein. Die Rührwerksleistung wird in Kilowatt (kW) gemessen. Relevant sind zudem die Umdrehungen pro Minute (UpM) sowie die nötige Antriebsspannung in Volt.

Schuss >>

So nennen Profis den zylindrischen, rohrförmigen Teil eines Behälters.

Statik >>

Bei bestimmten Behältertypen und Einbauarten kann eine Statik vonnöten sein. Fragen Sie Ihren Fachhändler danach.

Stutzen >>

Werden in der Sprache der Behälterprofis auch Anschlüsse genannt. Wichtig sind ihre Anzahl sowie die Durchmesser von bis in Millimetern. Die Stutzen sind die Anschlüsse an die zu- und ableitenden Rohrsysteme.

Tank >>

Ein Tank ist ein Behälter zur Bevorratung bzw. Lagerung oder Transport von Flüssigkeiten oder Gasen und kann fast beliebige Dimensionen annehmen.

Tankleuchte >>

Für visuelle Prüfungen von laufenden Prozessen ist eine Tankleuchte im Behälter hilfreich. Diese kann je nach Prozessart im Oberboden, im Mantel und sogar im Boden installiert sein.

Temperaturen >>

Für jeden Tank oder Behälter, der in Produktionsprozessen zum Einsatz kommt, werden die minimale und maximale Temperatur in Grad Celsius angegeben, für die der Produktraum vorgesehen ist.

temperierbar >>

Behälterexperten nennen Tanks, die erwärmt oder gekühlt werden können, temperierbar. Tanks, denen Systeme (siehe Temperiersysteme) oder Doppelmantel fehlen, sind nicht temperierbar.

Temperierbereiche >>

Je nach Prozessanforderungen werden unterschiedliche Bereiche eines Behälters temperiert. Dies kann der gesamte Innenkörper sein, das können aber auch nur Mantel oder Boden und Mantel und Boden sein.

Temperiersysteme >>

Für Behälter und Tanks gibt es eine Vielzahl von Systemen, um die darin befindlichen Stoffe zu kühlen oder zu erhitzen. Profis unterscheiden zwischen Innenrohrschlangen, Halbrohrschlangen, Doppelmantel, elektrisch oder per Heizdraht per Einsteckrohrbündel oder mittels Kühlplatten.

Volumen >>

Das Volumen eines Tanks oder Behälters wird immer in Litern gemessen. Bei Doppelmantel- und Isoliertanks ist der Inhalt des Innentanks die relevante Größe.

Wärmetauscher >>

Ist ein Behälter oder Tank mit einem Wärmetauscher ausgerüstet, wird dessen Fläche in Quadratmetern und dessen Leistung in kW (Kilowatt) angegeben.

Zeichnung >>

Professionelle Anbieter gebrauchter Tanks lassen für jeden Behälter eine Zeichnung anfertigen, die möglichst detailgenau Form, Maße, Stutzen, Füße und mehr beschreibt.

Zustand >>

Profis unterscheiden beim Zustand in "neu", "ungebraucht" und "gebraucht". Neue werden oft nach Kundenwunsch hergestellt, zuweilen sind häufig gefragte Größen auch am Lager. Gebrauchte sind oft uneingeschränkt weiter nutzbar. Sind sie jedoch beschädigt oder sonstwie in Ihrer Funktion eingeschränkt, gehört das in eine Zustandsbeschreibung.

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